Lohengrin

Romantische Oper von Richard Wagner

 

SCHWANENRITTER In Brabant herrscht ein Machtvakuum. Elsa steht als Angeklagte vor einem Gottesgericht unter Vorsitz des deutschen Königs Heinrich. Hat sie wirklich den Thronfolger, ihren Bruder Gottfried, umgebracht, wie Ortrud behauptet? Friedrich von Telramund, der selbst nach der Macht greift, streitet für die Anklage. Elsa ruft zu ihrer Rettung eine schützende Traumgestalt an. Und plötzlich geschieht tatsächlich „ein Wunder"!  Als Elsas Streiter erscheint ein rätselhafter Schwanenritter, der Telramund im Kampf besiegt und damit Elsas Unschuld beweist. Das Volk von Brabant jubelt dem
Heilsbringer zu. Der Ritter will Elsa unter der Bedingung heiraten, dass sie ihn nie nach seinem Namen frage. Mit dem Frageverbot ist die Katastrophe vorprogrammiert. Durch Einflüsterungen der Manipulatorin Ortrud regen sich in Elsa Zweifel. Kann sie jemanden lieben, dessen Identität sie nicht kennt? In der Hochzeitsnacht stellt sie ihm die verbotene Frage ...

 

 

 

HEILSBRINGER In blinder Folgsamkeit setzt das zerrüttete Volk der Brabanter seine Hoffnung in einen Messias, den es fraglos als solchen anerkennt. Der grauen gesellschaftlichen Realität wird eine strahlende utopische Wirklichkeit entgegengesetzt. Lohengrin ist numinose Lichtgestalt und charismatische Führerfigur in einem. Dem gegenüber steht Ortrud, schwarze Magierin und kühle Machtstrategin. Zwischen ihnen steht Elsa, entrückte Frau in einer Männerwelt, die letztlich die Neugier überkommt. Ihr Ehemann gibt sich

schließlich als Lohengrin, Sohn des Gralskönigs Parsifal, zu erkennen.

 

IDENTIFIKATIONSFIGUR Lohengrin, Höhepunkt der romantischen Oper schlechthin, war lange Zeit Wagners weltweit erfolgreichstes Werk. Es wurde als Ritterepos, Künstlerdrama, politisches Schlüs-
selwerk, religiöse Heilsgeschichte oder psychologisches Märchen gedeutet. Der Künstler Wagner identifizierte sich mit dem Gralsritter Lohengrin, der in der realen Welt keine Heimat findet. Wagner schloss die Partitur 1848 kurz nach Ausbruch der Märzrevolution ab, an der er selbst teilnahm. Nach deren Niederschlagung musste er für viele Jahre ins Exil und konnte nicht bei der Uraufführung des Lohengrin dabei sein, die unter der Leitung von Franz Liszt 1850 in Weimar stattfand.

Premiere am 24.06.20252025

Einführung im Foyer um 18:45 Uhr

 

 

Musikalische Leitung Basil H.E. Colemann
Regie Thomas Ecker
Ausstattung Johannes Reitmeier

Musikalische Leitung Basil H.E. Colemann
Regie Thomas Ecker
Ausstattung Johannes Reitmeier