Endstation Sehnsucht

 

Handlungs-Ballett von Libor Vaculik nach Tennesse Willams

Ich will nicht die Realität - ich will Magie.

 

 Die tschechisch-bayerische Partnerschaft mit dem Südböhmischen Theater Budweis, die in den vergangenen Jahren mit zahlreichen gegenseitigen Gastspielen und gemeinsamen Produktionen gepflegt wurde, wird in dieser Spielzeit mit einer Ballett-Koproduktion fortgesetzt: Auf dem Programm steht Tennessee Williams' Drama Endstation Sehnsucht (1947) in der Choreografie von Libor Vaculík mit der Musik des zeitgenössischen estnischen Komponisten Arvo Pärt.

Williams' moderner Klassiker schaut in die zerstörte Seele von Menschen, die zutiefst verunsichert sind angesichts einer sich immer schneller verändernden Welt: Die verarmte Südstaatenschönheit Blanche DuBois hat in ihrem Leben zahlreiche Schicksalsschläge erleben müssen. In New Orleans sucht sie Zuflucht bei ihrer Schwester Stella und deren Mann, dem Arbeiter Stanley. Blanche, die in einer von ihrer Einbildungskraft geprägten Welt lebt, verachtet die erbärmlichen Lebensumstände ihrer Schwester und das primitive, animalische Verhalten von deren Ehemann. Als Stanley Nachforschungen über Blanches Vergangenheit anstellt, droht ihr fragiles Konstrukt aus Lügen und Illusionen in sich zusammen zu stürzen – und Stanley und Blanche, zwei vom Leben Betrogene, rasen mit voller Wucht aufeinander zu, getrieben von einer verzweifelten Sehnsucht, die titelgebend für das Stück wurde.

 

Williams' zeitlose Parabel über das Festklammern an vergangenen Welten in schlechten Zeiten wird von Libor Vaculík, dem ehemaligen Chefchoreografen des Prager Nationaltheaters und einer prägenden Persönlichkeit des tschechischen Tanztheaters auf die Bühne gebracht. Der Komponist Arvo Pärt ist mit seiner spirituellen archaischen Musiksprache einer der spannendsten Komponisten unserer Zeit.

 

Musikalische Leitung Basil H. E. Coleman
Regie Margit Gilch
Dialoge Tobias Ulrich
Ausstattung Beata Kornatowska
Chreografie Ursula Geef

Musikalische Leitung Basil H. E. Coleman
Regie Margit Gilch
Dialoge Tobias Ulrich
Ausstattung Beata Kornatowska
Chreografie Ursula Geef