"Julius Caesar" + "Antonius und Cleopatra"

"Julius Caesar" ist ein vollkommen zeitgemäßer Stoff, der sich mit einem der größten Polit-Thriller der Geschichte beschäftigt.

Die Ermordung Caesars durch die Hauptverschwörer Brutus und Cassius sollte dem beginnenden Größenwahn des erfolgreichen, fast vergötterten Feldherrn Einhalt gebieten und die drohende Ausrufung des berühmten Feldherrn zum römischen Diktator verhindern.

Das nach der legendären Schlacht von Philippi, in welcher die Verschwörer vernichtend geschlagen werden, von Octavian, Mark Anton und Lepidus geleitete Triumvirat bricht durch die beginnende Korruption Lepidus' und Mark Antons Mesalliance zur Ägypterkönigin Kleopatra auseinander. Octavian wird nach Mark Antons Tod zu Augustus, die Jahrhunderte währende Ära der römischen Kaiser beginnt. Die Verhinderung der Diktatur, die politisch motivierte Ermordung Caesars führt am Ende durch die Zerstrittenheit aller Parteien schließlich mitten hinein in die Autokratie, eine Warnung Shakespeares an die Nachgeborenen und eine Befragung unserer demokratischen Werte. "Julius Caesar" ist ein hochbrisanter, rhetorisch brillanter Stoff, in der die Wankelmütigkeit der römischen Bürger, politische Intrigen und wechselnde Machtkonstellationen auf beeindruckende Weise und höchster sprachlicher Brillanz dargestellt werden. Der Zuschauer erkennt sich und seine Zeit mit Sicherheit in der Entfremdung zur Politik, in der allgegenwärtigen Korruption und Unglaubwürdigkeit der Regierenden wieder.

"Antonius und Kleopatra" schließlich muss als Satyrspiel betrachtet werden, als opulente, ausufernde Komödie voller Sex and Crime. Shakespeare hat mit diesen beiden Dramen eine Art frühes Serienformat geschaffen. Viele historische Figuren tauchen in beiden Stücken auf, der einst erfolgreiche und verehrte Held Mark Anton wird im zweiten Stück zu Kleopatras hörigem Sexsklaven, ein Schatten seiner selbst.

Auch hier sind zeitgenössische Parallelen durchaus gestattet...

 

Pause zwischen den beiden Stücken

 

Kartenvorverkauf beim Leserservice des Straubinger Tagblatts, Ludwigsplatz 32, 94315 Straubing, Tel. 09421 / 9406700

 

Eintrittspreise 25,- / 15,- ermäßigt