Der Vetter aus Dingsda

Operette von Eduard Künnecke

 

Küss mich und alles ist gut!

Schon seit sieben Jahren wartet Julia de Weert auf einem Schloss in der niederländischen Provinz auf die Rückkehr Roderichs, dem sie vor seiner Abreise nach „Dingsda" alias Batavia Liebe geschworen hat. Trotzdem sie seither nichts mehr von ihm vernommen hat, zweifelt sie nicht an seiner Liebe. Doch Onkel Josse und Tante Wimpel haben ganz andere Pläne mit ihrem Ziehkind: Sie wollen, dass Julia ihren Neffen August Kuhbrot heiratet, damit das Geld in der Familie bleibt. Da tauchen plötzlich zwei Fremde auf, die sich beide als Roderich ausgeben...

Eduard Künneke spielt in seiner Erfolgsoperette Der Vetter aus Dingsda (1921) mit den zeitgenössischen Musikstilen, vor allem mit amerikanischen Tanzrhythmen der gerade beginnenden „Roaring Twenties": In „Kindchen, du musst nicht so schrecklich viel denken" ist es der Tango, in „Sieben Jahre lebt ich in Batavia" der Foxtrott. Doch gibt es in dieser Roderich-und-Julia-Geschichte natürlich auch Walzer („Ganz unverhofft kommt oft das Glück") und volksliedhafte Arien („Strahlender Mond", „Ich bin nur ein armer Wandergesell").

Die Uraufführung dieser Verwechslungs-Komödie fiel in die Blütezeit der Berliner Operette. Für den Wortwitz, mit dem charmant das Spießbürgertum des 20. Jahrhunderts karikiert wird, sorgten die Textdichter Hermann Haller und Rideamus.

Einführung am Tag der offenen Tür

 

Premiere am 9. Oktober 2018

Musikalische Leitung Basil H. E. Coleman
Regie Margit Gilch
Ausstattung Dorothee Schumacher & Lutz Kemper

Musikalische Leitung Basil H. E. Coleman
Regie Margit Gilch
Ausstattung Dorothee Schumacher & Lutz Kemper