RINALDO

 Barockoper von Georg Friedrich Händel

 

Anfang des 18. Jahrhunderts gab es von Seiten umtriebiger Impresarios nämlich Bestrebungen, die Kunstform Oper in London zu etablieren und dazu war man auf Importe angewiesen. Aaron Hill, der das Queen's Theatre am Haymarket gepachtet hatte, setzte den Startschuss und beauftragte Händel mit einer frei nach Torquato Tasso verfassten Geschichte, die sich zur Zeit des ersten Kreuzzugs 1100 in Jerusalem zuträgt. Rinaldo (1711) war die erste eigens für London geschriebene Oper überhaupt; ihr sollten viele weitere folgen, darunter etliche Meisterwerke Händels. Dem Londoner Publikum musste etwas gebuten werden - die theatergänger warn an bunte Unterhalt gewöhnt. Händel traf mit seiner abwechslungsreichen, schillernden Musik in Schwazre, vernachlässigte aber auch die szenische Seite mit ihren visuellen Effekten und Verwandlungen nicht.

 

Der christliche Ritter Rinaldo steht kurz vor dem Sieg gegen die Sarazenen. Wenn es ihm gelingt, Jerusalem einzunehmen, wird ihm General Goffredo (der historische Gottfried von Bouillon) seine Tochter Almirena zur Frau geben. Doch Zauberin Armida, die ein Liebesverhältnis mit dem Sarazenen-König Argante hat, will die Eindringlinge mit unlauteren Mitteln bezwingen.

 

Die spannende höchst unterhaltsame Handlung von Rinaldo bietet das ganze Panorama einer guten Barockoper auf: Herzschmerz, Intrige, Entführung, Mordversuch und jede Menge Magie! Die Musik verführt durch virtuose Koloraturarien, zu Tränen rührende Klagegesänge, Schlachtmusiken  und Streitduette. Zu den berühmtesten Nummern zählen die Sarabande Armidas "Lascia ch´io pianga", Rinaldos Largo "Cara sposa" und Almirenas Spatzenarie "Augelletti, che cantate".

 

Premiere am 03.01.2023

 

 

Musikalische Leitung Cornelia von Kerssenbrock
Regie, Ausstattung u. Video Kobie von Rensburg

Musikalische Leitung Cornelia von Kerssenbrock
Regie, Ausstattung u. Video Kobie von Rensburg