Lucrezia Borgia

 

Belcanto-Oper von Gaetano Donizetti

 

Oft sind es in der Oper ja gerade die Schurken, die richtig interessant sind. Das gilt nicht erst für die abgründigen Baritonfiguren bei Verdi, die eine Spur spannender sind als die ewig schmachtenden Tenöre, sondern schon für die Frauen bei Donizetti. So gar kein Engel ist die Titelfigur seiner Oper Lucrezia Borgia. Was wird sie nicht alles genannt: Giftmischerin, Ehebrecherin, Blutschänderin! Sicher gibt es sympathischere Menschen. Doch niemand ist ohne Grund so wie er ist. Die Machenschaften der eigenen Familie haben Lucrezia Borgia hart gemacht. Als Frau muss sie sich in der Männerwelt behaupten, wo Mord, Verrat und Intrige an der Tagesordnung sind, um den Machterhalt zu sichern. La Borgia wird hier jedoch nicht nur als kaltherzige Papsttochter, sondern auch als liebende Mutter gezeigt.

Lucrezia Borgia ist mit dem Herzog von Ferrara, Alfonso, verheiratet. Sie hat einen unehelichen Sohn, Gennaro, den sie aufspürt, ohne ihm zu erzählen, dass sie seine Mutter ist. Er fühlt sich seltsam angezogen und abgestoßen von dieser rätselhaften Frau, die bei seinen jungen Freunden als Teil einer verhassten Elite verschrien ist.

Die Oper Lucrezia Borgia mit ihren sanften Belcanto-Klängen war nach Lucia di Lammermoor der größte Triumph für Donizetti zu seinen Lebzeiten. Für alle Stimmlagen bietet sie herausfordernde Partien. Die Koloratur perlt, doch auch die Dramatik kommt nicht zu kurz. Nach Lucia di Lammermoor wird mit Lucrezia Borgia die Donizetti-Reihe am Landestheater Niederbayern fortgesetzt.

Werkseinführung am 15. Mai 2018 um 18:45 Uhr

Musikalische Leitung Basil H.E. Coleman
Regie Roland Schwab
Ausstattung Christl Wein-Engel

Musikalische Leitung Basil H.E. Coleman
Regie Roland Schwab
Ausstattung Christl Wein-Engel