Die Macht des Schicksals - La forza del destino

Oper von Giuseppe Verdi

 

Durch einen unglücklichen Zufall gerät die Welt von Leonora, ihrem Liebhaber Alvaro und ihrem Bruder Carlo für immer durcheinander. Das Paar will durchbrennen, doch Leonoras Vater Calatrava stellt sich ihnen in den Weg. Als Alvaro seine Pistole zu Boden wirft, löst sich beim Aufprall ein Schuss: Der Vater fällt tödlich getroffen zu Boden. Damit ist der Stein ins Rollen gebracht, der das Schicksal der drei Hauptfiguren auf fatale Weise bis zum bitteren Ende aneinander kettet. Für den von Rachedurst
getriebenen Carlo wird es zur Lebensaufgabe, den Mord am Vater und die Ehrlosigkeit der Schwester zu rächen. Vollkommen verbohrt in seinen Hass ist für ihn jede Form der Vergebung und Versöhnung von vornherein ausgeschlossen. Über mehrere Jahre zieht sich die abenteuerliche Verfolgungsjagd hin, bei der sich immer wieder seltsame Zufälle ereignen.

 

Die düstere Oper erzählt von der rohen Gewalt des Krieges ebenso wie von den makabren Streichen, die das Leben manchmal spielt. Verdi schuf mit dem Sujet spanischer Prägung eine seiner ungewöhnlichsten und farbenreichsten Partituren. Es ist ein Wechselspiel der Gefühle, das sich durch die Musik vermittelt: In der sakralen Aura von Leonoras Arien, dem Freundschaftsduett der beiden Erzfeinde, der komischen Szene mit Fra Melitone sowie durch die grandiosen Massenszenen im Wirtshaus und Feldlager. Abrupt wechseln die Schauplätze und Identitäten der Hauptfiguren, die das Schicksal mehrfach trennt und
wieder zusammenführt. Das berühmte „Schicksalsmotiv" taucht im Orchester an den Schlüsselstellen der Handlung auf, in deren Verlauf immer deutlicher wird, dass Liebe undBarmherzigkeit keine Chance gegen das unaufhörlich sich drehende Rad Fortunas haben.

 

In italienischer Sprache 

 

Premiere:              28.06.2022 mit Einführung um 18:30 Uhr

 

 

Musikalische Leitung Basil H. E. Coleman
Regie Margit Gilch
Ausstattung Dieter Eisenmann
Video Jens Corvin

Musikalische Leitung Basil H. E. Coleman
Regie Margit Gilch
Ausstattung Dieter Eisenmann
Video Jens Corvin